…die rational zurückhaltende und mehr plastische als sinnliche Ausdrucksstärke (bei den Werken von I. Strawinsky und M. Ravel) einerseits sowie das zuweilen höchst temperamentvolle Wesen der Musik (M. de Falla) andererseits kamen so deutlich zum Ausdruck, dass diese Werktreue geradezu als wichtigstes Merkmal der Interpretation und Arbeit des Dirigenten Viesturs Gailis angesehen werden kann. Sein klarer Dirigierstil zielt nicht auf äußere Effekte ab, sondern bemüht sich, den zentralen Charakter der einzelnen Werke herauszuarbeiten: die Musik entfaltet und entwickelt sich aus sich selbst heraus, in feinen Nuancen, einfühlsam und natürlich…

Briva Latvija, Lettland

 

…Ein präzises und lebendiges Orchester unter Leitung von V. Gailis führte schon mit den ersten Takten hinreißend und aktiv in die Handlung der Oper ein, ganz zu schweigen von der parodistischen Einlage bei der instrumentalen Begleitung der Arie von Don Basilio und der tragenden Rolle, die es in vielen anderen komischen Situationen spielte...

Diena, Lettland

 

…Das Publikum erfreute sich am einzigartigen Stil Rossinis. Con brio – temperamentvoll, furios. Die lebendigen Tempi entsprechen dem Geist der Musik. Am meisten faszinierte das spritzige Ensemblespiel, das bei uns so selten zu hören ist…

Neatkariga Rita avize, Lettland

 

…Gleichermaßen fesselnd war es, die Handlung auf der Bühne und das Spiel des Orchesters zu verfolgen. Ein dermaßen lebendiges Zusammenspiel zwischen Orchester und Bühne hatte man noch nie erlebt. Das war nicht nur einfach eine Begleitung der Solisten, auch kein einfaches Mitempfinden des Opernsujets. Das war viel mehr – ein frohes gemeinsames Schaffen, offene Freude über das Gelingen und das Bestreben, noch mehr und Besseres zu leisten…

Aija, Lettland